Allgemeine Ernährung 

"Gesunde" Ernährung ist die Grundlage unseres körperlichen Wohlbefindens und wichtigste Voraussetzung für unsere v.a. auch körperliche Leistungsfähigkeit. Doch was versteht man unter "gesunder" Ernährung?

Grundlagen 

"Gesunde" Ernährung
Lebensmittelkreis
Ernährungstipps

"Gesunde Ernährung"

Der Begriff "gesunde" Ernährung beinhaltet eine ausgewogene Zufuhr der wesentlichen Nährstoffe. Dazu gehören neben Kohlenhydraten, Eiweiß, Fetten und Vitaminen auch Mineral- und Ballaststoffe. "Gesund" deshalb, weil nur der sich in seiner Haut wohl und gesund fühlt, der seinem Körper diese Nährstoffe in ausreichender Menge zuführt und gleichzeitig aber auch nicht mehr Nahrungsenergie als sein Körper tatsächlich verbraucht. "Gesunde" Ernährung bedeutet also vollwertige, fettarme, kohlenhydratreiche und ausgewogene Mischkost.

Kennzeichnend für die vollwertige Ernährung sind die folgenden Punkte:

  • Die Energiezufuhr über die Nahrung sollte dem individuellen Bedarf an Nahrungsenergie entsprechen.
  • Die essentielle Nährstoffe sollten in ausreichendem Maß vertreten sein, um den jeweiligen Nährstoffbedarf zu decken.
  • Der Schwerpunkt liegt auf pflanzlichen Lebensmitteln wie Getreide und Getreideprodukten, Obst, Gemüse, Kartoffeln und Hülsenfrüchten. Tierische Nährstoffquellen wie Milch, Milchprodukte, Fisch und Fleisch sollten in Maßen verzehrt werden.
  • Es gibt keine "verbotenen" Lebensmittel. Vielmehr werden Empfehlungen für eine richtige Auswahl, Menge und Kombination der einzelnen Lebensmittel gegeben, um eine optimale Nährstoffzufuhr zu unterstützen.

Fazit: Die Schlüssel zur persönlich richtigen Ernährung sind Ausgewogenheit und das richtige Maß beim Essen.

Wer Bedenken hat, ob er sich wirklich "gesund" ernährt, dem bietet meine persönliche Ernährungsanalyse Hilfestellung. Sie ermöglicht eine genaue Feststellung, wo Nährstoffüberschuss (z.B. zu viel Fett) und wo Nährstoffmangel (z.B. und v.a. bei Vitaminen und Mineral- bzw. Ballaststoffen) vorliegt. Gleichzeitig bietet sie eine alternative Auswahl von Lebensmitteln, die diesen Mängeln entgegenwirken.

 

Lebensmittelkreis

Die optimale Verteilung der einzelnen Lebensmittel zeigt der Ernährungs- bzw. Lebensmittelkreis auf, der die Nahrung in 6 verschiedene Lebensmittelgruppen aufteilt. Der mengenmäßig unterschiedliche Bedarf wird dabei durch die einzelnen Segmentgrößen aufgezeigt, die gleichzeitig auch das Verhältnis der einzelnen Lebensmittelgruppen zueinander aufzeigen. Jede dieser Gruppen enthält einzelne Nährstoffe in unterschiedlicher Menge. Wer bei seiner Ernährung darauf achtet, dass jede dieser Gruppen in der richtigen Menge vertreten ist, stellt sicher, dass sein Körper alle benötigten Nährstoffe in ausreichendem Maße erhält.

 

  

 

Getreide, Getreideprodukte und Kartoffeln

Diese Gruppe gilt als Basis einer vollwertigen Ernährung, da die zugehörigen Lebensmittel kaum Fett enthalten. Der Anteil am Hauptenergielieferant Kohlenhydrate ist dafür umso höher. Entscheidet man sich innerhalb dieser Sparte für die jeweiligen Vollkornvarianten (z.B. Vollkornbrot oder -nudeln), bekommt man zusätzlich vermehrt wertvolle Mineral- und v.a. Ballaststoffe mitgeliefert. Kartoffeln stehen den Getreide (-Produkten) in nichts nach. Sie sind sehr stärkehaltig und gelten als Beilage schlechthin, denn die Zubereitungsmöglichkeiten scheinen unendlich und auch fettarm zubereitet schmecken sie.

Tipp: täglich bis zu 4 Scheiben Brot (mind. die Hälfte in Form von Vollkornbrot), 1 Portion Getreideflocken oder Müsli und 1 Portion Kartoffeln, Reis oder Nudeln

 

Gemüse und Obst

Auch bei Gemüse und Obst darf reichlich zugegriffen werden. Obst enthält neben zahlreichen Vitaminen v.a. auch viel Trauben- und Fruchtzucker, also Energie. Ebenso wie beim Obst ist auch beim Gemüse der Vitamin- und Mineralstoffgehalt bei frischer Ware besonders hoch. Wichtig in dieser Gruppe sind außerdem Hülsenfrüchte wie Erbsen oder Bohnen: sie weisen einen hohen Stärkegehalt auf und können dadurch vermehrt Energie bereitstellen.

Tipp: täglich 5 Portionen Obst und Gemüse z.B. in Form von Rohkost, selbst zubereitetem Früchtejoghurt, Obst- oder Gemüsesaft, knackigem Salat und einer Portion schonend gegartes Gemüse

Milch und Milchprodukte

Diese Gruppe sorgt nicht nur für eine ausreichende Eiweißversorgung, sondern liefert auch das für den Knochenaufbau unverzichtbare Calcium. Am besten auf die fettarmen Varianten ausweichen.

Tipp: täglich bis zu 3 Portionen Milch und fettarme Milchprodukte z.B. ein Joghurt, 1-2 Scheiben Käse und ein Glas Milch

 

Fisch, Wurst, Fleisch und Ei

Fisch, Wurst und Fleisch sind die tierischen Eiweißquellen in unserer Nahrung. Die meisten Fleisch- und Wurstsorten enthalten leider nicht nur das wichtige Eisen, sondern sind meist auch reich an Fetten. Deshalb sollte auf die Auswahl fettarmer Varianten wie z.B. Geflügel geachtet werden. Die meisten Fischarten dagegen sind fettarm und reich an Proteinen.

Tipp: 1 bis 2 Mal pro Woche Fisch, 2 bis 3 Mal fettarmes Fleisch (250 g) und maximal 3 Eier

 

Fette und Öle

Auch auf Fette kann der Körper nicht verzichten, denn sie enthalten die lebenswichtigen, essentiellen Fettsäuren und fettlöslichen Vitamine. Mehr als bei allen anderen Gruppen ist hier jedoch die richtige Dosierung von Bedeutung: 70 bis 90 g pro Tag reichen aus, um den Bedarf zu decken.

Tipp: hauptsächlich pflanzliche Fette verwenden z.B. Olivenöl und auf fettarme Speisenzubereitung achten 

 

Süßigkeiten

Auch Zucker versteckt sich gerne in Lebensmitteln. Deshalb immer darauf achten, dass Zucker sowieso schon in vielen Lebensmitteln wie z.B. Obst steckt und dementsprechend den Verzehr an Süßigkeiten einschränken.

Tipp: etwas Süßes täglich ist erlaubt, es muss ja nicht gleich die ganze Tafel Schokolade sein :-)

Ernährungstipps

Der Begriff "gesunde" Ernährung bezeichnet eine ausgewogene und vielseitige Ernährung, die dem menschlichen Körper alle notwendigen Nährstoffe in ausreichendem Maß zur Verfügung stellt. Das ist ganz einfach, wenn man die wesentlichsten Ernährungsregeln* beachtet.

1) Nutzen Sie die Vielfalt an Lebensmitteln
Wer sich abwechslungsreich ernährt, seine Lebensmittel sorgfältig auswählt und auf Menge und Zusammenstellung der einzelnen Nährstoffe achtet, sorgt automatisch für gesunde Mischkost. 

2) Der Favorit: pflanzliches Nahrungsmittel
Halten Sie sich an stärkereiche Getreide (-Produkte) und Kartoffeln. 5 Portionen Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte pro Tag sorgen außerdem für ausreichend Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Achten Sie auf möglichst frische Ware und schonende Zubereitung.

3) Bei Fett und stark fetthaltigen Lebensmitteln ist weniger mehr
Reduzieren Sie die Menge an Nahrungsfett auf 70 bis 90 g Fett möglichst pflanzlichen Ursprungs. Vergessen Sie dabei die "versteckten" Fettquellen z.B. in Süßigkeiten oder Backwaren nicht.

4) Für die tägliche Ernährung unverzichtbar: Milch bzw. Milch-Produkte 
Achten Sie jedoch auf möglichst fettarme (teilentrahmte) Erzeugnisse.

5) Ein Tag im Zeichen des Fisches
Fisch gehört einmal pro Woche auf den Speiseplan. Fleisch, Wurstwaren und Eier sind in Maßen zu genießen. Auch hier gilt: weniger Fett ist mehr.

6) Nehmen Sie Maß bei Zucker und Salz
Schränken Sie sich ein bei Lebensmitteln mit Zucker und Zuckerersatzstoffe. Beachten Sie beim Abschmecken: Würzen ist nicht gleich Salzen! Verwenden Sie viel Kräuter und Gewürze, doch wenig Salz. Zum Salzen bevorzugt jodiertes Speisesalz benutzen.

7) Ausreichend Flüssigkeit ist ein Muss
Trinken Sie mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag. Während alkoholische Getränke nur in kleinen Mengen konsumiert werden sollten, können Sie bei kalorienarmen bzw. -freien Getränken wie Wasser, Tee oder verdünnten Säften beherzt zugreifen.

8) Die Kunst liegt in der Zubereitung
Achten Sie auf eine schonende Zubereitung, um möglichst viele Nährstoffe zu erhalten. Garen Sie bei niedriger Temperatur und so kurz wie möglich. Verwenden Sie dazu möglichst wenig Fett bzw. Wasser.

9) Genießen Sie in aller Ruhe
Nehmen Sie sich Zeit zum Essen! Wer bewusst isst und nicht schlingt, sondern in entspannter Atmosphäre gründlich kaut, wird schneller Sättigung verspüren, denn ein Sättigungsgefühl tritt erst nach etwa 15 Minuten ein.

10) Wer rastet, der rostet
Nur wenn Sie mit Ihrem Gewicht und Ihren Figur zufrieden sind, fühlen Sie sich wohl. Sorgen Sie deshalb für das richtige Verhältnis von Energiezufuhr (Kalorien) und Energiebedarf des Körpers und bewegen Sie sich ausreichend!

11) Verteilen Sie die Energiezufuhr über den gesamten Tag
Teilen Sie Ihre Nahrungszufuhr nach Möglichkeit auf 3 Hauptmahlzeiten und 2 Zwischenmahlzeiten auf. Die Energieversorgung könnte dann wie folgt aussehen: 

Frühstück: 25 % der täglichen Nahrungsenergie
Zwischenmahlzeit vormittags: 10 % der täglichen Nahrungsenergie
Mittagessen: 30 % der täglichen Nahrungsenergie
Zwischenmahlzeit nachmittags: 10 % der täglichen Nahrungsenergie
Abendessen: 25 % der täglichen Nahrungsenergie

* nach den 10 Regeln der DGE für vollwertige Ernährung
 

Unsere Urahnen aßen noch ohne vorgelegte Ernährungstipps das Richtige. Sie ernährten sich hauptsächlich von frischen pflanzlichen Nahrungsmitteln, wie Nüssen, Samen, Wurzeln, wildem Getreide, Hülsenfrüchten und Obst. Kohlenhydrate wurden in Form von Vollkorn verzehrt und enthielten reichlich Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.

Im Gegensatz dazu stellen raffinierte Kohlenhydrate und Zucker den Großteil unserer heutigen Ernährung. Wir konsumieren zwei- bis dreimal mehr gesättigtes als ungesättigtes Fett und zudem weit weniger Mineral- und Ballaststoffe sowie Vitamine. Dabei sind unsere verarbeiteten Nahrungsmittel auch noch viel zu salzig (natriumreich).

Doch welche Nährstoffe muss ich nun meinem Körper in welchen Mengen zuführen, um langfristig fit und gesund zu sein? Welche Unterschiede gibt es zwischen einfachen Zuckern und komplexen Kohlenhydraten und warum ist ein Zuviel an gesättigten Fetten für mich schädlich?

Lesen Sie doch einfach weiter, dann erfahren Sie wichtige Informationen über die einzelnen Nährstoffe oder ist Ihnen eine individuell auf Ihre Bedürfnisse angepasste Nährstoffempfehlung lieber? Dann fordern Sie doch gleich meine Ernährungsanalyse an, um durch individuelle Beratung einen Schritt voraus zu sein.